Erneute Datenschutzprobleme bei SchülerVZvom 03.05.2010

Trotz Datenschutzversprechen, TÜV-Siegel und Note "Sehr gut" in der Zeitschrift Öko-Test berichtet die Bürgerrechtsplattform netzpolitik.org von einer Datenschutzpanne eines nicht unerheblichen Ausmaßes. Angeblich soll Ihnen Daten von knapp 1,6 Millionen aktiven Schülern, was ungefähr 30% aller registrierten Profile ausmacht, zugespielt worden sein.

SchülerVZ hatte nach dem Datenschutzdebakel im vergangenen Herbst, als massenweise Nutzerprofile mit speziellen Crawler-Tools abgegriffen worden sind, Maßnahmen durchgeführt, die aber offenbar nicht gefruchtet haben. So hatte StudiVZ unter anderem Captchas eingeführt und Profilabrufe limitiert, doch sind zumindest die Captchas mittlerweile wieder verschwunden.

Laut netzpolitik.org enthielten die Datensätze zwar keine direkten Kontaktdaten der User, wie E-Mail-Adresse oder Postanschrift, doch mit den Datensätzen ließen sich aber immerhin Listen erstellen, wie zum Beispiel eine Auflistung alle Schüler eines bestimmten Alters an einer bestimmten Schule. Besonders brisant daran ist, dass es sich überwiegend um Daten von minderjährigen Schülern handelt, die sich der Reichweite der Datenschutzproblematik nicht bewußt sind. Die Daten von minderjährigen Schülern sollten daher einen besonderen Schutz genießen und besser gegen massenhaftes maschinelles Auslesen gesichert sein.