Twitter, Facebook und Co. in deutschen Unternehmenvom 14.04.2010
Das Surfen im Internet gehört mittlerweile zum Standard in Unternehmen. Google und Wikipedia sind allseits beliebte Werkzeuge im WorldWideWeb. Doch was ist mit Twitter, Facebook und Co.?
Laut einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom surft jeder zweite Arbeitnehmer im Job und auch privat nicht selten auf Websites wie Facebook und Twitter. Da kommt es nicht gerade selten vor, dass zum Beispiel ein Versicherungsvertreter über seine Kunden meckert, ein Mitarbeiter über seinen Chef lästert und ein Angestellter seine Abneigung gegenüber seinen Kollegen über das Twitter-Konto seines Arbeitgebers lauthals verkündet.
Mitarbeiter, die sich in sozialen Netzwerken tummeln, sind für Firmen eine Herausforderung - aber auch eine Chance. Um dabei aber Schaden vom Arbeitgeber abzuwenden und die Internetlust sogar zu nutzen, braucht es daher klare Ansagen, sogenannte Social-Media-Richtlinien.
Was in den USA längst gang und gäbe ist, wird in deutschen Unternehmen gerade erst entdeckt. Der Chip-Hersteller Intel hat zum Beispiel solche Leitlinien im Dezember 2008 veröffentlicht. Sie gelten für alle Angestellten weltweit und beinhalten unter anderem, dass Mitarbeiter juristische Angelegenheiten und den firmeninternen Flurfunk nicht nach außen tragen dürfen. Wer sich nicht dran hält, für den ist das Web 2.0 während der Arbeitszeiten tabu. Entsprechende Internetseiten werden aber (noch) nicht gesperrt.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat kürzlich einen sogenannten Social-Media-Leitfaden für Unternehmen und Mitarbeiter veröffentlicht, der sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und als Grundlage für eigene Social-Media-Richtlinien dienen kann.
